Stahlrecyclingwirtschaft meldet für 2014 Rückgang des Gesamtversands um 1,7 %

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Stahlproduktion im Hüttenwerk (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Düsseldorf — Der Gesamtversand der deutschen Stahlrecyclingwirtschaft ist im Jahr 2014 auf 27,1 Mio. Tonnen zurückgegangen und lag damit um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, hat BDSV-Hauptgeschäftsführer Rainer Cosson mitgeteilt. Dies lag im Wesentlichen an den Einbrüchen beim Export. Aber auch das Inlandsaufkommen war um 0,2 Prozent auf 21,9 Mio. Tonnen rückläufig.

Abnehmer des Stahlschrotts sind Stahlproduzenten und Gießereien. In Deutschland gab es bei beiden Industrien 2014 Produktionszuwächse gegenüber dem Vorjahr.

Während die deutsche Stahlproduktion in 2014 um 0,7 Prozent auf 42,9 Mio. Tonnen angestiegen ist, kauften die deutschen Stahlwerke mit geschätzten 14,7 Mio. Tonnen aber 2,4 Prozent weniger Schrott zu als im Vorjahr. Ein Grund lag in einer Verschiebung zwischen den Produktionslinien Oxygenstahl und Elektrostahl. Die Produktion von Oxygenstahl, bei der Schrott nur zu rund 18 Prozent eingesetzt wird, nahm um 2,4 Prozent zu. Hingegen ging die Produktion von Elektrostahl, der auf Basis von Schrott zu praktisch 100 Prozent hergestellt wird, um 2,9 Prozent zurück.

Günstiger sah die Situation bei den Lieferungen an Gießereien aus. Die deutschen Gießereien produzierten 4,2 Mio. Tonnen Eisen-, Stahl- und Temperguss (+1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und kauften nach ersten Schätzungen 3,4 Mio. Tonnen Schrott zu – 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. In dieser Wirtschaftssparte ist der Stahlschrotteinsatz mit ca. 88 Prozent zu beziffern.

Die insgesamt geringeren Versandmengen im Jahr 2014 seien erneut mit einer fallenden Preistendenz verbunden gewesen, erklärt Cosson. Insgesamt könne man mit dem vergangenen Jahr nicht zufrieden sein. Auch zu Beginn des Jahres 2015 seien die Preise tendenziell weiter nach unten gerichtet.

Weitere Details zur Entwicklung der Stahlschrottversorgung und der Stahl- und Gussproduktion der Jahre 2013 und 2014 sind unter bdsv.org zu finden.

Quelle: BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.