Wellpappenindustrie verzeichnet Absatzplus, aber auch steigende Kosten

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Quelle: Verband der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW)

Frankfurt am Main — Die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW) haben 2014 arbeitstäglich betrachtet einen Absatzzuwachs von 1,2 Prozent erreicht. Den konjunkturellen Aufwind verdankt die Branche der guten Konsumlaune privater Haushalte, einer gesteigerten Industrieproduktion sowie florierenden Exporten. Dies gab Dr. Jan Klingele, Vorsitzender des VDW, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes bekannt.

In absoluten Zahlen gemessen, haben die im VDW organisierten Unternehmen im Jahr 2014 knapp 7,4 Milliarden Quadratmeter Wellpappe abgesetzt. Das waren 120 Millionen Quadratmeter mehr als 2013 und entspricht – in nicht arbeitstäglicher Betrachtung – einer Steigerung von 1,6 Prozent. Über das Jahr verteilt, verlief die Absatzentwicklung mit rund 1,85 Milliarden Quadratmetern pro Quartal sehr gleichmäßig.

Umsatz, aber auch Belastungen gestiegen

Mit einer Steigerung von 2,3 Prozent gegenüber 2013 fiel der Umsatz sogar noch etwas besser aus als der Wellpappenabsatz. Dieser erfreulichen Entwicklung stehen allerdings Belastungen der einzelnen Unternehmen gegenüber. So haben sich auf der Rohstoffseite die Kosten für Wellpappen-Rohpapier um rund ein Prozent nach oben bewegt. Negativ bemerkbar machen sich auch die Lohnstückkosten, die laut statistischem Bundesamt in Deutschland um 2,0 Prozent gestiegen sind.

Bei den Durchschnittserlösen verzeichneten die Wellpappenhersteller einen Zuwachs um 0,6 Prozent gegenüber dem Wert von 2013 – allerdings mit beunruhigender Tendenz zum Jahresende. „Im Vergleich zum dritten Quartal gingen die Erlöse von Oktober bis Dezember um 1,3 Prozent zurück“, erklärte der VDW-Vorsitzende.

Mit weiter steigender Nachfrage gerechnet

Für das laufende Jahr rechnet Klingele mit einer weiter steigenden Nachfrage nach Wellpappenprodukten. „Die in den ersten Wochen des Jahres spürbar verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft bestätigt unsere Prognose vom Dezember 2014. Danach rechnen wir für das gesamte Jahr 2015 mit einem um 1,5 Prozent höheren arbeitstäglichen Wellpappenabsatz als 2014.“

Als einen der maßgeblichen Wachstumstreiber sieht Klingele auch für 2015 den privaten Konsum und dabei insbesondere den boomenden Online-Handel. Hier hat sich die Wellpappenindustrie als systemrelevanter Partner des Versandhandels etabliert. Denn neben sicherer und effizienter Logistik und den von Verbrauchern geforderten guten ökologischen Eigenschaften der Verpackungsmaterialien zeichnet sich die Wellpappenindustrie durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. Damit ist gewährleistet, dass die im Internet bestellten Waren selbst zu Spitzenzeiten pünktlich ausgeliefert werden können.

Quelle: Verband der Wellpappen-Industrie e.V.