Trendwende in Spanien: Für Entsorgung und Recycling besteht Wachstumspotenzial

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Flagge Spanien (Foto: ©Andreas Hermsdorf /http://www.pixelio.de)

Berlin — In der spanischen Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft besteht gutes Wachstumspotenzial, obwohl das sinkende Abfallaufkommen und der hohe Preisdruck den Unternehmen auch 2014 zu schaffen machten. Nach mehreren schwierigen Jahren hofft die Branche 2015 auf eine Trendwende. Impulse für Investitionen kommen aus dem aufgestockten Haushalt des Umweltministeriums und frischen EU-Fördermitteln. Handlungsbedarf gibt es besonders bei den Siedlungsabfällen und der Reduzierung der Deponielagerung, meldet Germany Trade & Invest.

Das Abfallaufkommen in Spanien ist seit 2007 rückläufig und erreichte 2012 nach den letztverfügbaren Daten von Eurostat 118,6 Mio. t. Vor dem Hintergrund der EU-Vorgaben besteht vor allem bei Siedlungsabfällen akuter Handlungsbedarf. Investitionen in Systeme zur Getrenntsammlung, Sortierung und Behandlung sind nötig, besonders im Bereich biologisch abbaubarer Bestandteile. So fehlt in Madrid immer noch eine Biotonne, hier werden – anders als in Katalonien und im Baskenland – Rest- und Biomüll zusammengeworfen.

Zentrales Thema ist die Nachrüstung mechanisch-biologischer Systeme, etwa durch die Integration von Kompostier- und Vergärungsanlagen. Ab 2015 fließen neue EU-Fördermittel in solche Projekte.

Der vollständige Bericht zur Recycling- und Entsorgungswirtschaft in Spanien kann unter gtai.de eingesehen werden.

Quelle: Germany Trade & Invest