Wacker Neuson Group konnte im Geschäftsjahr 2014 Rekordmarken erzielen

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Quelle: Wacker Neuson SE

München — Der internationale Baugeräte- und Kompaktmaschinenhersteller mit Hauptsitz in München konnte im Geschäftsjahr 2014 Rekordmarken in allen wichtigen Unternehmenskennziffern erzielen. Die Umsatz- und die zuletzt angehobenen Ergebnisprognosen wurden erreicht. Auch 2015 will die Wacker Neuson Group den eingeschlagenen Expansionskurs fortsetzen.

Umsatz auf 1,28 Mrd. Euro gesteigert
Die Wacker Neuson Group konnte 2014 in einem anspruchsvollen Marktumfeld einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg verzeichnen. Der Konzernumsatz stieg um 11 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 1,28 Mrd. Euro (2013: 1,16 Mrd. Euro) und lag damit im Rahmen der Unternehmensprognose (1,25 bis 1,30 Mrd. Euro). Wechselkursbereinigt belief sich das Wachstum auf 12 Prozent.

Während sich das Geschäft in Zentraleuropa und Nordamerika vergleichsweise robust zeigte, entwickelte sich Südamerika schwächer als erwartet. „Dass sich unser Europageschäft in einem nicht einfachen Umfeld mit einem Plus von 12 Prozent entwickelt hat, bestätigt die Wirksamkeit unserer Strategie“, erläutert Cem Peksaglam, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE, „in Nordamerika verhalf uns die gute Konjunktur verbunden mit der Ausweitung unseres Händlernetzes ebenfalls zu einem guten Wachstum“. Der Umsatz in der Region Amerikas stieg um 9 Prozent (bereinigt um Wechselkurseffekte 11 Prozent), der Umsatz in Asien-Pazifik um 8 Prozent (bereinigt um Wechselkurseffekte ebenfalls 11 Prozent). Damit war das Wachstum zum Vorjahr in lokaler Währung in allen Regionen zweistellig.

Innerhalb der Geschäftsbereiche waren die Kompaktmaschinen (Umsatzanteil bezogen auf den Gesamtkonzern: 47 Prozent) erneut Wachstumstreiber mit 17 Prozent Zuwachs gegenüber Vorjahr. „Es zahlt sich aus, dass wir die Vertriebsbasis unserer Kompaktmaschinen in Europa und darüber hinaus internationalisieren. Wir gewinnen viele neue Abnehmer aus Land- und Bauwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau sowie aus Kommunen und anderen Industrien, die in kompakte, leistungsfähige Maschinen investieren, um den Effizienzgrad ihrer Betriebe zu steigern“, erläutert Peksaglam weiter. Der Geschäftsbereich Baugeräte (Umsatzanteil: 32 Prozent) legte um 4 Prozent zum Vorjahr zu (bereinigt um Wechselkurse um 6 Prozent) und der Umsatz mit Dienstleistungen, wozu Service und Ersatzteile zählen, um 10 Prozent (Umsatzanteil: 21 Prozent).

Verbesserung der Profitabilität
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte die Wacker Neuson Group um 28 Prozent zum Vorjahr auf 196 Mio. Euro, die EBITDA-Marge belief sich damit auf 15,3 Prozent (2013: 153 Mio. Euro; 13,2 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 43 Prozent auf 136 Mio. Euro, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 10,6 Prozent (2013: 95 Mio. Euro; 8,2 Prozent). Damit traf der Konzern seine im November angehobene Ergebnisprognose (EBITDA-Marge: 14,5 bis 15,5 Prozent; EBIT-Marge: 10,0 bis 11,0 Prozent). Der Jahresüberschuss belief sich auf 92 Mio. Euro (2013: 61 Mio. Euro). Das Nettoergebnis pro Aktie stieg um 49 Prozent auf 1,30 Euro (2013: 0,87 Euro), ein Höchststand für den Konzern. Die Verbesserung der Profitabilität ist auf Fortschritte in der Strategieumsetzung, einen günstigen Regionen- und Produktmix mit Baugeräten und Kompaktmaschinen sowie Erfolge aus laufenden Kosten- und Prozessoptimierungen in allen Unternehmensbereichen zurückzuführen.

Gewinnverwendungsvorschlag
Um die Aktionäre angemessen am Erfolg des vergangenen Jahres teilhaben zu lassen, werden Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung am 27. Mai 2015 eine Dividende von 50 Cent pro Aktie vorschlagen (2013: 40 Cent; 2012: 30 Cent). Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 39 Prozent des Konzernergebnisses und liegt damit im Rahmen der langfristigen Dividendenpolitik.

Umsetzung Wachstumsstrategien – weitere Internationalisierung
Gemäß dem Motto, Produkte „in der Region, für die Region“ zu fertigen, verlagerte der Konzern die Fertigung von Kompaktladern Ende 2014 vom österreichischen Hörsching in das bestehende Werk bei Milwaukee (Wisconsin, USA). Damit soll der nordamerikanische Markt, der mit weitem Abstand größte Absatzmarkt für diese Produktgruppe, noch fokussierter bearbeitet werden. „Am schnellsten wachsen wollen wir außerhalb Europas – dort sehen wir enormes Potenzial. Unser langfristiges Ziel ist es, diesen Teil des Umsatzes von heute 29 Prozent auf etwa 40 Prozent auszuweiten. Dies natürlich ohne den europäischen Markt zu vernachlässigen, wo wir noch viele Möglichkeiten sehen, unser Geschäft auszuweiten“, betont Peksaglam. Um Baugeräte und Kompaktmaschinen verstärkt in aufstrebenden Märkten wie Südamerika und Asien zu vertreiben, gründete der Konzern 2014 neue Vertriebsgesellschaften in Peru, Kolumbien und China.

Innovationen setzen Maßstäbe
Im vergangenen Jahr hat der Konzern seine Vorreiterrolle in der Produktsicherheit sowie im Bediener- und Umweltschutz ausgebaut. Vollkommen emissionsfreies Arbeiten ermöglichen die neuesten Produkte des Konzerns wie z. B. Akkustampfer, Elektroradlader sowie Bagger mit dual power-Option. In der Branche wurde dies zuletzt durch mehrere Auszeichnungen anerkannt. So erhielt der Akkustampfer AS50 den bi-GaLaBau Green Award in Gold auf der GaLaBau in Nürnberg, der internationalen Messe für den Garten- und Landschaftsbau. Auf der polnischen Messe Intermasz in Poznań wurde der dual power-Bagger mit der „MTP-Goldmedaille“ ausgezeichnet, die an besonders innovative Produkte vergeben wird. Der Bagger mit dual power erhielt zudem den „Innovationspreis in Gold der Intermat 2015“, der internationalen Fachmesse für Baumaschinen und Bautechnik, die im April in Paris stattfindet.

Ausblick 2015 positiv
Der Konzern will seinen Expansionskurs fortsetzen und ist für 2015 – trotz der aktuell schwierigen Marktbedingungen in Märkten wie Russland, Chile und Brasilien – optimistisch. „Die Vorzeichen für Zentraleuropa und Nordamerika sind gut. Wenn uns 2015 weitere volkswirtschaftliche, finanzielle und währungsbedingte Krisen erspart bleiben,  erwarten wir für 2015 ein Plus von 9 bis 13 Prozent auf einen Umsatz von 1,40 bis 1,45 Milliarden Euro“, erläutert Peksaglam. „Sollten sich die Markterwartungen bestätigen, dass die Landmaschinentechnik 2015 eine Wachstumspause einlegt, werden wir dies durch andere Branchen abfedern.“ Die EBIT-Marge des Konzerns soll 2015 zwischen 9,5 und 10,5 Prozent betragen. Für das Geschäftsjahr 2015 plant die Wacker Neuson Group Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 95 Mio. Euro (2014: 90 Mio. Euro).

Quelle: Wacker Neuson SE