2014 war für Binder+Co kein Glanzjahr: Auftragseingang bildet gute Basis für 2015

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Quelle: Binder+Co Gruppe

Gleisdorf, Österreich — „2014 war für Binder+Co sicher kein Glanzjahr – sowohl Umsatz als auch EBIT liegen unter dem Niveau von 2013. Gründe dafür sind einerseits die schwachen Auftragseingänge im 1. Quartal und andererseits Anlaufverluste aus unseren jüngeren Tochterunternehmen. Mit der ab dem 2. Quartal deutlich verbesserten Nachfrage setzte allerdings eine Trendwende ein, und der gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gesteigerte Auftragseingang schafft eine gute Basis für das aktuelle Geschäftsjahr“, bilanzierte Dr. Karl Grabner, Mitglied des Vorstands von Binder+Co.

Speziell im EU-Raum blieb die Nachfrage in den von Binder+Co bedienten Branchen 2014 schwach und führte fast zwangsläufig – insbesondere im Anlagenbau – zu einer Verschlechterung der Ergebnismargen. Stark zeigten sich hingegen die weltweite Nachfrage im Bereich Kalisalz-Aufbereitung sowie der Bedarf im nordamerikanischen Recycling-Markt.

Umsatz und EBIT unter dem Vorjahresniveau

Auf Basis eines Auftragsstands von € 36,59 Mio. zu Jahresbeginn erzielte Binder+Co 2014 einen Konzernumsatz von € 87,94 Mio. und blieb damit um 5,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Hauptgrund für diesen Rückgang war das Ausbleiben großvolumiger System- und Anlagenprojekte. Verantwortlich für das von € 5,39 Mio. auf € 4,30 Mio. gesunkene Betriebsergebnis (EBIT) waren – neben hohem Wettbewerbsdruck in den bedienten Märkten und Branchen in Europa sowie Kostenremanenzen aufgrund starker Auslastungsschwankungen – auch die negativen EBIT-Beiträge der Tochterunternehmen Comec-Binder S.r.l. und Binder+Co Machinery (Tianjin) Ltd. Die EBIT-Marge reduzierte sich dadurch auf 4,9 Prozent (2013: 5,8 Prozent).

Aufbereitungstechnik vom Preisdruck geprägt

Das umsatzstärkste Segment Aufbereitungstechnik war im Jahr 2014 von den unter Preisdruck hereingebrachten Systemaufträgen geprägt, die zu einer deutlichen Reduktion der Ergebnisqualität führten. Zusätzlich beeinflussten Verluste aus den hier abgebildeten Tochterunternehmen Comec-Binder S.r.l. und Binder+Co Machinery (Tianjin) Ltd. das Segmentergebnis negativ. Hingegen konnte das Tochterunternehmen Bublon GmbH in seinem zweiten Bestandsjahr bereits einen positiven Ergebnisbeitrag liefern. Der Segmentumsatz belief sich auf € 46,58 Mio. und trug damit 52,97 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das 2013 noch negative Segment-EBIT fiel dank des ergebnisstarken Einzelmaschinen- und Ersatzteilgeschäfts mit € 1,01 Mio. deutlich positiv aus, und der Auftragseingang erreichte mit € 57,94 Mio. sogar einen neuen Spitzenwert.

Umwelttechnik unter Wettbewerbsdruck

Die Nachfrage nach den Produkten des Segments Umwelttechnik blieb im Jahr 2014 hinter den Erwartungen zurück, zudem nahm der Wettbewerbsdruck deutlich zu. Da ab Jahresmitte mehrere Anlagenprojekte hereingebracht wurden, konnte der Auftragseingang in Summe auf € 20,52 Mio. deutlich gesteigert werden. Mit einem gegenüber 2013 verminderten Umsatz von € 18,87 Mio. erzielte der Bereich Umwelttechnik 2014 einen Anteil von 21,46 Prozent am Gesamtumsatz. Relativ geringe Ergebnismargen bei den abgearbeiteten Anlagenprojekten brachten einen EBIT-Beitrag von nur € 0,30 Mio. mit sich.

Auftragseingang für Verpackungstechnik fast verdoppelt

Das eigenständige Tochterunternehmen Statec Binder GmbH konnte seinen Auftragseingang 2014 auf insgesamt € 30,73 Mio. beinahe verdoppeln. Der Segmentumsatz blieb mit € 22,49 Mio. zwar hinter dem Rekordwert aus 2013 zurück, lag aber dennoch deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Mit einem Segment-EBIT von € 2,99 Mio. trug die Verpackungstechnik einmal mehr entscheidend zum Gruppen-EBIT bei.

Exportgeschäft weiter ausgebaut

Der auf 94,2 Prozent leicht gesteigerte Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz belegt einmal mehr die große Bedeutung des Exportgeschäfts. Dabei stellte mit einem Umsatzanteil von 42,5 Prozent Westeuropa (ohne Österreich) erneut den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von Asien und Australien mit 26,1 Prozent. Afrika steuerte 9,7 Prozent, Amerika 8,5 Prozent und Zentral- und Osteuropa (CEE und GUS) 7,4 Prozent der Umsatzerlöse bei.

Ausblick: Über dem Branchendurchschnitt bleiben

Binder+Co konnte seinen Auftragseingang um 22 Prozent auf € 109,19 Mio. steigern und verfügt damit per 31. Dezember 2014 über einen Auftragsstand von € 57,80 Mio. für 2015 und die Folgejahre. Mit diesem Auftragsstand zu Jahresbeginn soll es nach Ansicht des Unternehmens 2015 gelingen, den seit 2008 verfolgten Wachstumskurs wieder verstärkt aufzunehmen und eine solide Basis für weiteres Wachstum zu legen. Ziel des Managements ist es, in Umsatzwachstum und Ergebnisqualität weiterhin über dem Branchendurchschnitt zu bleiben.

Quelle: Binder+Co Gruppe