Zahlreiche Elektroaltgeräte zur Abholung bei Transportkontrolle sichergestellt

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Verhaftung (Foto: ©Paul-Georg-Meister /http://www.pixelio.de)

Darmstadt — Am Vorabend eines Sperrmüll- und Elektroschrott-Abholtermins in Mörfelden-Walldorf hat das Regierungspräsidium Darmstadt in Zusammenarbeit mit Polizeibeamten zahlreiche Kleintransporter im Rahmen einer behördlichen Transportkontrolle kontrolliert. Die Fahrzeughalter stammten aus Polen, Ungarn, Litauen, Bulgarien und Deutschland.

Bei der Kontrolle wurden insgesamt 28 große Elektroaltgeräte (Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde, Spielautomat, Fernseher, PC) und 84 kleinere Elektroaltgeräte (Mikrowellen, DVD-Player, Nähmaschinen, Heizstrahler) sichergestellt und der Deponie in Büttelborn übergeben.

Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) sind Elektroaltgeräte aus privaten Haushaltungen dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen. Im Kreis Groß-Gerau können Besitzer von Altgeräten diese entweder direkt bei der Deponie in Büttelborn abgeben oder den kostenlosen monatlichen Abholservice nutzen.

In den letzten Jahren wurden jedoch vermehrt die zur Abholung bereitgestellten Altgeräte durch ausländische Beförderer gesammelt und ins Ausland verbracht. Dort werden diese Geräte teils als gebrauchte Geräte verkauft, teils für den eigenen Gebrauch genutzt oder nicht fachgerecht zerlegt und dienen als gebrauchte Ersatzteile. Besonders kritisch ist die Zerlegung von Kühlgeräten zu sehen, da es zur Freisetzung von klimaschädlichen Gasen wie FCKW kommen kann. Für FCKW- haltige Kühlgeräte gilt ein grundsätzliches Verbringungsverbot.

Die meisten Elektrogeräte enthalten Edelmetalle und Metalle von Seltenen Erden. Bei einer Verbringung ins Ausland gehen diese jedoch dem hiesigen Rohstoffkreislauf verloren, so das Regierungspräsidium.

Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt