HWWI-Rohstoffpreisindex: Gute Angebote und schwächere Nachfragen nach Metallen

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Hamburg — Im Februar stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Vormonat auf US-Dollar-Basis um 10,6 Prozent und in Euro notierte er um 13,3 Prozent höher. Im letzten Monat verteuerte sich Rohöl, nachdem es sich zuvor über mehrere Monate hinweg stark verbilligt hatte. Infolge dessen nahm der Index für Energierohstoffe um 15,4 Prozent (in Euro: +18,2 Prozent) zu. Im Gegensatz dazu sank die Mehrzahl der anderen im Index enthaltenen Rohstoffpreise auf US-Dollar-Basis. Während der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 9,4 Prozent (in Euro: -7,2 Prozent) nachgab, verbilligten sich die NE-Metalle um 0,7 Prozent (in Euro: +1,7 Prozent).

Der Rückgang beim Index für NE-Metalle um 0,7 Prozent (in Euro: 1,7 Prozent) ist hauptsächlich durch gesunkene Zinn- (in US-Dollar: -6 Prozent; in Euro: -3,8 Prozent) und Kupferpreise (in US-Dollar: -2 Prozent; in Euro: +0,7 Prozent) zu erklären. Der Aluminiumpreis entwickelte sich entgegen dem Trend fallender Metallpreise und stieg um 0,7 Prozent (in Euro: +3 Prozent). Auf den Metallmärkten machten sich vor allem eine gute Angebotslage und eine schwächere Nachfrage wegen eines geringeren weltweiten Wirtschaftswachstums bemerkbar.

„Auch der stärkere US-Dollar hielt Investoren außerhalb der USA davon ab, Metalle nachzufragen, da sie in US-amerikanischer Währung notiert sind. So spekulieren sicherlich einige Marktteilnehmer darauf, dass ihre heimische Währung gegenüber dem US-Dollar wieder aufwertet“, erklärt Leon Leschus, Rohstoffexperte am HWWI.

Der Kupferpreis lag im Monatsdurchschnitt Februar um 20,3 Prozent (in Euro: -4,1 Prozent) und der Zinnpreis um 19,8 Prozent (in Euro: -3,5 Prozent) niedriger als im Vergleichsmonat vor einem Jahr. Die Entwicklung beim Aluminiumpreis sieht dagegen anders aus: Hier stieg der monatliche Durchschnittspreis im Jahresverlauf um 7,5 Prozent (in Euro: +3 Prozent). Zwar leidet die internationale Aluminiumnachfrage auch unter einem schwächeren globalen Wirtschaftswachstum, aber dies wird überkompensiert durch den Trend, im Fahrzeugbau mehr Leichtmetall zu verwenden.

Genauso wie bei den NE-Metallen belastete die abgeschwächte Entwicklung der Weltkonjunktur auch den Eisenerzpreis. So verbilligte sich Eisenerz im Februar um 7 Prozent (in Euro: -4,7 Prozent) und notierte damit um 48,2 Prozent (in Euro: -37,6 Prozent) niedriger als vor einem Jahr. Auch wirkte sich auf den Eisenerzpreis aus, dass massive Produktionsmengen aus Australien und Brasilien auf den Markt kamen.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)