IKB erwartet starkes Angebotsdefizit für Zink und ausgeglichenen Markt für Blei

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf — Die weltweite Zinknachfrage hat 2014 um 6,5 Prozent zugelegt. Die Zink-Lagerbestände an der LME haben sich bis Ende Februar 2015 auf 0,57 Mio. t reduziert. Der Lagerbestand an der SHFE bewegt sich um 0,12 Mio. t. Die Bestände entsprechen nun dem Verbrauch von über zwei Wochen, was noch eine gute Versorgung darstellt, urteilt die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Die Bleinachfrage konnte 2014 um 1,4 Prozent zulegen. Die Bleivorräte an der LME haben sich bei rund 215.000 t stabilisiert, diejenigen an der SHFE (49.000 t) gingen zurück. Das absolute Niveau der Bestände entspricht damit unverändert dem Verbrauch von gut acht Tagen. Damit ist bei Blei die Versorgungssituation etwas enger. 2014 war der Markt bei einem Angebotsdefizit von rund 5.000 t weitgehend ausgeglichen.

Die Zinkminenproduktion weitete sich im Jahr 2014 um 1,4 Prozent aus, vor allem infolge einer höheren chinesischen Erzeugung. Die Raffinadeproduktion legte deutlich stärker zu (+5 Prozent). Der Verbrauch stieg noch kräftiger (+6,5 Prozent), sodass sich ein Angebotsdefizit von rund 300.000 t ergab. In den letzten fünf Jahren waren dagegen regelmäßig Angebotsüberschüsse aufgetreten. Bei dem für 2015 erwarteten Nachfrageanstieg von etwa 3 Prozent dürfte es im Gesamtjahr zu einem Angebotsdefizit zwischen 300.000 t und 400.000 t kommen. Die Lagerbestände sind jedoch ausreichend, um hohe Preissprünge zu verhindern. De IKB sieht daher für den Zinkpreis bis Ende des zweiten Quartals 2015 eine Bewegung um eine Marke von 2.100 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 200 US-$ voraus.

Die Bleiminenproduktion reduzierte sich bis 2014 um 2,2 Prozent. Die Raffinadeproduktion stieg infolge vermehrten Recyclings um 1,4 Prozent; der Verbrauch erhöhte sich in gleichem Umfang. Bei Blei ergab sich dadurch ein geringes Angebotsdefizit von 5.000 t. Die IKB erwartet für 2015 einen weltweiten Nachfragezuwachs von gut 2 Prozent, wobei der chinesische Verbrauch überproportional wachsen wird. Die Automobilproduktion trägt den Nachfragezuwachs 2015 in Europa. Insgesamt dürfte sich der Markt auch 2015 wieder weitgehend ausbalanciert darstellen. Daher sieht die Industriebank im zweiten Quartal 2015 eine Bewegung um 1.850 US-$/t mit einer Bandbreite von 200 US-$. Derzeit erwartet die IKB keine größeren Lieferstörungen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank