Grenzüberschreitend: eTFSportal unterstützt die elektronische Notifizierung

1705
Quelle: Fritz & Macziol GmbH

Ulm — Im Rahmen der Bemühungen zum Bürokratieabbau in der EU soll in den kommenden Jahren der papierlose Austausch von Transportbelegen auch für die grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen eingeführt werden. Für Unternehmen, die sich aktiv an den anstehenden Pilotprojekten der Länder beteiligen wollen, stellt Fritz & Macziol dazu nun das neue eTFSportal zur Verfügung.

Analog zum eANVportal, mit dem die entsprechenden Prozesse innerhalb Deutschlands webbasiert abgewickelt werden, unterstützt die neue Lösung den internationalen Versand von Transportdokumenten. Im Pilotbetrieb des eTFSportals können die Notifizierungsdokumente bearbeitet und verwaltet werden. Der elektronischen Versand an die Behörden ist für die Transportanmeldung sowie die Empfangs- und Entsorgungsbestätigung eingerichtet. Aus der Portallösung heraus sind aber auch die gewohnten Kommunkationsvarianten wie Fax und eMail möglich. So unterstützt eTFSportal den Anwender bei der Organisation seiner täglichen Notifizierungsaufgaben.

Da bei der Pilot-Nutzung des elektronischen Verfahrens verschiedene rechtliche Voraussetzungen zu beachten sind, bietet Fritz & Macziol ein spezielles Einführungspaket. Dieses enthält neben der Implementierung und Abstimmung der Prozesse zwischen den Abfall-Transport-Beteiligten auch eine Einführungsberatung. Zielgruppe für das eTFSportal sind Entsorgungsunternehmen, Speditionen und Abfallerzeuger, die Abfälle grenzüberschreitend entsorgen.

Beim papierlosen Austausch von Transportbelegen für die grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen kommen unterschiedliche Formate und Schnittstellen zum Einsatz, beispielsweise CSV oder PDF. Im eTFS Verfahren werden die Dokumente in Form einer BMU-XML-Nachricht versandt. Diese kann elektronisch signiert werden. Die BMU-XML Nachricht integriert die Transportbeleg-Daten der aktuellen EUDIN-Schnittstelle (European Data Interchange for Waste Notification) und zusätzliche Informationen im Rahmen einer „freien“ XML-Struktur namens „TFS“ (Transfrontier Shipment of Waste). Damit ist es möglich, die Daten eines Transportbeleges auch bei internationalen Transporten zum Beispiel über die ZKS Abfall (Zentrale Koordinierungsstelle der Länder) zu übertragen, wie das im deutschen eANV-Verfahren schon seit Jahren praktiziert wird.

Quelle: Fritz & Macziol Software und Computervertrieb GmbH