48 Prozent Deponierung: Australiens Abfallwirtschaft hat Aufholbedarf

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Oper in Sidney, Australien (Foto: © M. Hermsdorf/http://www.pixelio.de

Sydney — Australiens Abfallwirtschaft hat großen Aufholbedarf. Noch immer landen rund 48 Prozent des gesamten Festmülls weitgehend unbehandelt auf Deponien. In Deutschland sind es etwa 20 Prozent. Auch „Waste to Energy“-Anlagen stecken noch in den Kinderschuhen. In Westaustralien sollen jetzt die ersten beiden Projekte begonnen werden. Insgesamt ist der Kontinent der siebtgrößte Abfallproduzent der Welt, und vor allem in schnell wachsenden Gegenden kann das Aufkommen sehr schnell zum Problem werden.

Die Umsätze der Beseitigung des Aufkommens werden laut IbisWorld wie folgt generiert: 32,1 Prozent entfallen auf Bauschutt, 23,4 Prozent auf organische Abfälle, 11,1 Prozent auf Papier und Pappe, 10,5 Prozent auf Metallschrott, 6,5 Prozent auf Giftstoffe, 5,5 Prozent auf Glas und Kunststoffe und die restlichen 10,9 Prozent auf sonstige Abfälle.

In der letzten Dekade wurde der Markt vor allem durch den beginnenden Wechsel von einem reinen Sammeln und Entsorgen hin zu einer Getrenntsammlung und teilweisen Wiederverwertung geprägt. Dieser Prozess ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Wenn ausreichend Technologie und die entsprechende Infrastruktur vorhanden wären, könnte die Menge, die auf den Deponien landet, um etwa 80 Prozent reduziert werden. Gerade hier sollen sich nach Einschätzung von Germany Trade & Invest auch für deutsche Unternehmen Liefer- und Investitionsmöglichkeiten bieten.

Der vollständige Bericht kann unter gtai.de heruntergeladen werden.

Quelle: Germany Trade & Invest