Neues Fertigungsverfahren: LED-Lampen ressourcenschonend hergestellt

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LED-Lampen (Foto: VDI ZRE GmbH)

Berlin — LEDs als Alternative zu herkömmlichen Energiesparlampen sind auf dem Vormarsch. In punkto Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Beleuchtungsqualität sind sie ihnen überlegen. Einem hessischen Unternehmen ist es nun gelungen, LED-Lampen deutlich ressourceneffizienter herzustellen als bislang.

Der aktuelle Film „Materialeffiziente Produktion von LED- Lampen“ des VDI Zentrums Ressourceneffizienz zeigt die Innovationen im Detail: Ein neuartiges Fertigungsverfahren und ein anderer Aufbau des LED- Leuchtmittels aus weniger Komponenten ermöglichen Materialeinsparungen von 260 Tonnen Aluminium, 20 Tonnen Zinn, 40 Tonnen Kupfer und 10 Tonnen Kunst- und Klebstoffen pro Jahr. Das Produktgewicht reduziert sich schließlich um bis zu 60 Prozent. Darüber hinaus vereinfacht eine geringere Anzahl an Bauteilen sowie weniger unterschiedliche verbaute Materialien das spätere Recycling. Hinzu kommt, dass im Vergleich zu herkömmlichen Energiesparlampen bei LED-Leuchtmitteln auf Quecksilber und Schwermetalle verzichtet werden kann.

Das mittelständische Unternehmen Carus, das die LED-Leuchtmittel produziert, setzt in punkto Nachhaltigkeit auch auf seinen Standortvorteil: Die Lampen werden ausschließlich in Deutschland hergestellt. Durch die heimische Produktion entfallen im Vergleich zur Konkurrenz aus Fernost sowohl die hohen Transportkosten als auch die auf dem langen Transportweg entstehenden CO2-Emissionen. Aufgrund seiner positiven Umweltauswirkungen wird das Projekt durch das Förderprogramm „Materialeffizienz in der Produktion“ im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Der Kurzfilm, der die innovative LED-Produktion vorstellt, ist auf dem YouTube-Kanal des VDI Zentrums Ressourceneffizienz „Ressource Deutschland TV“ oder unter ressource-deutschland.tv zu sehen.

Quelle: VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH