DCR 2227 Shredder: Tosyali und Danieli Centro Recycling auf algerischem Markt

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Quelle: Danieli Centro Recycling

Chambery, Frankreich — Mit dem Verkauf von Danieli Lynxs’ DCR 2227 Shredder an das Oran-Werk (Algerien) des türkischen Stahlgiganten Tosyali wurde das erste Geschäft zwischen dem Stahlunternehmen und Hersteller von Recyclinganlagen Danieli Centro Recycling und dem größten privatwirtschaftlichen Eisen- und Stahlerzeuger der Türkei erfolgreich abgeschlossen. Am Produktionsstandort Oran werden im elektrischen Stahlofen des Werks pro Jahr über eine Million Tonnen Flüssigstahl erzeugt. Vom Shredder erwartet man sich hier eine Steigerung der Gewinnerträge durch eine erhöhte Flexibilität bei der Schrottbeschaffung und geringere Ofentransformationskosten.

Davide Braga, Leitender Vertriebsmanager bei Danieli Centro Recycling, berichtet, dass die Erfahrung des Unternehmens als Stahlerzeuger ausschlaggebend für den Verkauf gewesen sei: „Der bekannte Leitspruch von Danieli – We know the art of steel – bringt es auf den Punkt: Wir wissen genau, worauf es einem Stahlerzeuger bei einem Produkt ankommt. Wir verkaufen nicht einfach nur Recycling-Anlagen, sondern bieten zudem einen echten Mehrwert durch unser Know-how.“

Bis zu 400.000 t Jahresleistung

Der DCR 2227 – ein 4.000-PS-Shredder – verarbeitet bis zu 100 t Schrott pro Stunde und erreicht eine Jahresleistung von bis zu 400.000 t Shredderschrott. Zur Standardausstattung gehören u.a. ein gekapselter und mit Kappen versehener Rotor mit hoher Massenträgheit und langer Lebensdauer, schwere Rotorlagergehäuse und eine einzige, vereinheitlichte Sockelstruktur für erhöhte Steifigkeit und Festigkeit in Ambossnähe. Der Shredder ermöglicht einen geringeren KWh-Energieverbrauch pro produzierter Tonne. Zudem hat Danieli Lynxs einen innovativen Schlagbolzen-Entferner entwickelt, der den Wartungsaufwand sowie den Bedarf an teuren Ersatzteilen reduziert.

Den größten Vorteil sieht Davide Braga jedoch in der Flexibilität bei der Rohstoffbeschaffung. „Wenn ein Kunde in eine Anlage investiert, möchte er wissen, wie schnell sie sich amortisiert. Im Allgemeinen beträgt der Anteil der Rohstoffkosten an den gesamten Produktionskosten einer Tonne Flüssigstahl im elektrischen Schmelzofen etwa 80 Prozent. Wenn man da günstigere Rohstoffe einkaufen, diese selbst zerkleinern und die Qualität des Endprodukts verbessern kann, hat dies eine enorme Auswirkung auf die Gewinnsituation.“

Schrottdichte zwischen 0,9 und 1,1

Braga weiter: „In Algerien ist Standard-Schrott in der Regel durch eine geringe Ausbeute und Dichte gekennzeichnet. Wenn man also in einen Shredder investiert, kann man günstigere Rohstoffe einkaufen und frischen Schrott selbst produzieren, statt auf importiertes Material zurückgreifen zu müssen, das vielleicht inzwischen während der Lagerung und des Transports schon ein Prozent der Ausbeute durch Rost verloren hat. Unser Techniker-Team empfiehlt eine Dichte zwischen 0,9 und 1,1. Ist die Dichte des Materials zu hoch, kann es zu Einschlüssen im Schrott kommen. Offeneres Material ermöglicht einen besseren Wärmetauschprozess und somit eine kürzere Schmelzzeit.“

Braga resümiert: „Diese Überlegungen sind für das Endprodukt sehr wichtig und daher auch entscheidende Faktoren für die Konstruktion der Shredder-Mühle und die Konstruktion der Hämmer und Gitter. Unser spezielles F&E-Team hat verschiedene, für alle Anwendungsarten geeignete Hämmer und Gitter selbst entwickelt, und dank unserer Tochterfirma – dem Ersatzteillieferanten Danieli Riverside Products – ist Danieli Centro Recycling in der Lage, bei jedem Verkauf seine Erfahrung als Anbieter von Shredder-Verbrauchsmaterial mit einfließen zu lassen.

Danieli Centro Recycling betreibt bereits vier Shredder auf dem afrikanischen Kontinent und drei im Mittleren Osten. Das Geschäft mit Tosyali ist allerdings eine Premiere. Die Türkei ist mittlerweile mit einer Jahresproduktion von 30  Mio.t Flüssigstahl eines der produktionsstärksten Länder der Welt.

Quelle: Danieli Centro Recycling