ZAR entwickelte Verfahren zur NE-Metall-Bestimmung in aufbereiteter Schlacke

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Quelle: Stiftung Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung (ZAR)

Hinwil, Schweiz — Bei der Aufbereitung von Schlacke aus Kehrichtverwertungsanlagen kommen Wirbelstromabscheider zur Separation von NE-Metallen zum Einsatz. Für den Betreiber der Aufbereitungsanlage fehlt eine effiziente Qualitätskontrolle, um die Wirbelstromabscheider optimal einstellen zu können bzw. diese zu überwachen.

Denn zwei wichtige Fragen können an Ort und Stelle nicht beantwortet werden: Wie hoch ist der mineralische Anteil in den NE-Metallen? Und: Wie viele NE-Metalle verbleiben in der Schlacke, werden deponiert und reduzieren die Erlöse? Der Betreiber stellt daher die Maschinen von Auge und auf Basis seiner Erfahrung ein. Ob die optimale Einstellung gefunden worden ist, erfährt er erst Monate nach der Produktion mit der Abrechnung nach dem Verkauf der NE-Metalle.

Die selektive Verkleinerung durch Brechen und anschliessendes Sieben ist eine aufwändige Analyse zur Bestimmung des mineralischen Anteils in den NE-Metallen bzw. für die Bestimmung des Restmetallgehaltes in der Schlacke. Die Realität auf der Anlage wird mit dieser Methode nur schlecht abgebildet, sodass diese nur selten auf den Anlagen zur Bestimmung des mineralischen Anteils eingesetzt werden.

Die Stiftung Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung (ZAR) hat daher nach einer Methode zur Bestimmung des mineralischen Anteils in den NE-Metallen bzw. des verbleibenden Anteils an NE-Metallen in der aufbereiteten Schlacke gesucht. Die Methode sollte einfach, schnell und zuverlässig sein und vor Ort durchgeführt werden können. Darüber hinaus wurde eine weitere schnelle und einfache Testmethode gesucht und entwickelt, mit der eine Aussage zur Leitfähigkeit bzw. der Abstossung von NE-Metallen möglich ist.

Beide Methoden sind jetzt in einem „Entwicklungsbericht vom 1.10.2014“ beschrieben, den die ZAR-Stiftung jetzt veröffentlicht hat. Er kann unter zar-ch.ch heruntergeladen werden.

Quelle: Stiftung Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung (ZAR)