Gemeldete Q1-Verpackungsmengen deutlich gestiegen, aber noch defizitär

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Quelle: DSD Holding GmbH

Köln — Die von den dualen Systemen für das erste Quartal 2015 an die Clearingstelle gemeldeten Mengen liegen nach Einschätzung der Duales System Deutschland GmbH auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr. Dies hatte sich in den Indikationsmeldungen bereits angedeutet und bestätigt, dass zuvor im Markt erheblicher Missbrauch stattgefunden hatte.

„Einzelne Akteure haben über Jahre hinweg Schlupflöcher in der Verpackungsverordnung ausgenutzt und damit den Markt und seine Mengen verzerrt. Nun zeigt die siebte Novelle der Verpackungsverordnung erste Wirkung“, unterstreicht Stefan Schreiter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG. Im vergangenen Jahr hatte der Gesetzgeber die Eigenrücknahme von Verkaufsverpackungen am Point-of-Sale abgeschafft und die Vorgaben für sogenannte Branchenlösungen verschärft.

„Die Tatsache, dass ein Viertel der verpflichteten Unternehmen die Mengen noch nicht gemeldet hat, macht deutlich, dass es noch immer erhebliche Vollzugsdefizite gibt“, erklärt Michael Wiener, Geschäftsführender Gesellschafter und Geschäftsführer der Duales System Holding. „Eine Stärkung von Vollzug und Kontrolle sei die Voraussetzung für eine nachhaltige Stabilisierung und damit die Basis für die Weiterentwicklung des erfolgreichen Systems im Sinne einer umfassenden Kreislaufwirtschaft.“ Deshalb bekräftigt DSD seine Forderung nach einem Wertstoffgesetz mit einer starken zentralen Stelle, die Rahmenbedingungen setzt und damit fairen Wettbewerb gewährleistet.

Quelle: DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG