Geplante Mineralstoffdeponie Schalkholz stößt auf Widerstand

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Quelle: Holcim (Deutschland) AG

Hamburg — Die Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH, die ein Kieswerk in der Gemeinde Schalkholz (Kreis Dithmarschen) betreibt, plant bereits ausgekieste Flächen im Kieswerk künftig für den Betrieb einer Mineralstoffdeponie zur Verfügung zu stellen. Unter der Führung der Firma Otto Dörner soll eine moderne oberirdische Ablagerungsstätte für mineralische Abfälle der Deponieklasse 2 gebaut werden. Die geplante Kapazität beträgt 2,2 Millionen Kubikmeter und die Laufzeit wird ca. 35 Jahre betragen. Zum Abschluss ist eine Renaturierung geplant. Die Betreibergesellschaft soll ihren Sitz am Standort Schalkholz haben.

Aus Sicht des Landes Schleswig-Holstein besteht dringender Bedarf für eine Mineralstoffdeponie im Westen des Landes. Gründe dafür sind zum einen eine künftig steigende Nachfrage nach Deponieraum aufgrund moderner Baustoffe, die immer schlechter zu recyceln sind. Zum anderen werden alte Deponien geschlossen, so dass das Angebot an Deponieraum insgesamt im Land sinkt. Außerdem würden sich die Fahrwege für die Ablagerung anfallender Mineralstoffe spürbar verkürzen.

Am 1. Oktober 2014 wurde das Projekt Mineralstoffdeponie West dem Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Schalkholz, im November einer größeren Öffentlichkeit präsentiert.

Jedoch regt sich mittlerweile Widerstand gegen die geplante Mineralstoffdeponie. Nach Protesten von Bürgerinitiative und Anrainergemeinden wurde jetzt auch der BUND gegen das Vorhaben aktiv. In einen Schreiben an Umweltminister Dr. Robert Habeck (Grüne) wies er auf die „große Anzahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten“ auf dem Areal hin.

Quelle: Holcim (Deutschland) AG