Umweltbundesamt: Anteil der Sekundärbatterien ist ständig gestiegen

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Blei-Säurebatterien (Foto: Marc Weigert)

Dessau-Roßlau — Das Umweltbundesamt hat die Daten über die Sammlung und Verwertung von Altbatterien im Jahr 2011 ausgewertet. Die Sammelquote für Geräte-Altbatterien stieg im Jahr 2011 gegenüber 2010 um 0,7 Prozentpunkte auf 43,2 Prozent. Bundesweit sammelten die vier Rücknahmesysteme für Geräte-Altbatterien 17.728 t. Das sind 775 t mehr als im Vorjahr.

Sekundärbatterien beständig zugenommen

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 43.334 Tonnen Gerätebatterien in Verkehr gebracht – mit über 1,5 Milliarden Stück waren das so viele wie nie zuvor. Der Anteil an Primärbatterien dominierte im Jahr 2011 mit 72 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahren verringerte er sich: Im Jahr 2010 waren es noch 76 Prozent, im Jahr 2009 sogar 81 Prozent. Der Anteil der Sekundärbatterien am Gesamtvolumen aller Gerätebatterien steigt seit dem Jahr 2009 beständig. 2011 betrug der Anteil 28 Prozent. Absolut wurden mit 12.123 t rund 1.959 t mehr Sekundärbatterien in Verkehr gebracht als im Jahr 2010 und 5.188 t mehr als im Jahr 2009. Demgegenüber waren es 31.212 t Primärbatterien, die im Jahr 2011 in Verkehr gebracht wurden, 1.155 t weniger als im Jahr 2010.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Lithium-Ionen-Akkus. Die in Verkehr gebrachte Masse hat sich zwischen 2009 und 2011 verdoppelt, ihr Anteil am Gesamtvolumen aller Gerätebatterien betrug 2011 bereits 15 Prozent. Diese Entwicklung zugunsten der Sekundärbatterien ist nach Ansicht des Umweltbundesamtes unter ökologischen Aspekten zu begrüßen. Sekundärbatterien können mehrfach wiederaufgeladen werden und verbessern so ihre Umwelt- und Energiebilanz. Ersetzt man beispielsweise Primärbatterien durch Sekundärbatterien, lässt sich etwa ein halbes Kilogramm klimarelevantes Kohlendioxid pro Servicestunde der Batterie sparen.

Sammelquote minimal gestiegen

Für die flächendeckende Rücknahme der Geräte-Altbatterien sind in Deutschland das Gemeinsame Rücknahmesystem sowie die herstellereigenen Rücknahmesysteme zuständig. Im Jahr 2011 waren vier Rücknahmesysteme für Geräte-Altbatterien aktiv, neben dem Gemeinsamen Rücknahmesystem GRS Batterien waren das die herstellereigenen Rücknahmesysteme Rebat, ERP Deutschland und Öcorecell. Bundesweit sammelten diese vier Rücknahmesysteme 17.728 t Geräte-Altbatterien. Das waren 775 t mehr als im Vorjahr.

Die Sammelquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 43,2 Prozent. Seit 2007 wurden Sammelquoten von über 40 Prozent erreicht, eine weitere Steigerung der Sammelquote jedoch kaum noch stattgefunden hat. Auch im Jahr 2011 wurden weniger als die Hälfte der in Verkehr gebrachten Gerätebatterien gesammelt.

Verwertungsquote von 104,8 Prozent

Im Jahr 2011 haben die vier Rücknahmesysteme für Geräte-Altbatterien 18.575 t Altbatterien der stofflichen Verwertung zugeführt. Das waren mehr als die in 2011 eingesammelten 17.728 t. Setzt man beide Massen ins Verhältnis, entspricht dies einer Verwertungsquote von 104,8 Prozent. Die Masse der Altbatterien, die gesammelt wurde und nicht in die stoffliche Verwertung gelangte, nahm in den letzten Jahren stetig ab und betrug im Jahr 2011 noch 136 t.

Fahrzeug- und Industriebatterien erfolgreich erfasst

Die Auswertung der Kennzahlen hat gezeigt, dass die Rücknahme und Verwertung von Fahrzeug- und Industriebatterien in Deutschland seit Jahren sehr erfolgreich betrieben wird: Auch 2011 wurden so gut wie alle zurückgenommenen Altbatterien der stofflichen Verwertung zugeführt. Die Verwertungsquote für Fahrzeug-Altbatterien kletterte 2011 auf 99 Prozent, 2010 lag sie bei 94 Prozent. Die Verwertungsquote für Industrie-Altbatterien betrug 2011 95 Prozent, 2010 lag sie bei 94 Prozent.

Die vollständige Untersuchung kann unter umweltbundesamt.de nachgelesen werden.

Quelle: Umweltbundesamt