Grüne fordern: Mehrweg-Anteil an Getränkeverpackungen erhöhen

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Bierflaschen (Foto: Aktionsforum Glasverpackung)

Berlin — Die Bundesregierung soll nach Ansicht der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen umgehend Maßnahmen für die Erhöhung des Mehrweganteils an Getränkeverpackungen ergreifen, um die in der Verpackungsverordnung vorgesehenen 80 Prozent ökologisch vorteilhafter Getränkeverpackungen zeitnah wieder zu erreichen.

In einem entsprechenden Antrag (18/3731) fordert die Fraktion, die Pfandpflicht auf Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Gemüsesäfte und Gemüsenektare auszuweiten und den Einwegpfand zu einer „ökologischen Lenkungsabgabe auf Einwegverpackungen“ weiterzuentwickeln.

Die in der Verpackungsverordnung festgelegte Zielmarke von 80 Prozent werde seit dem Jahr 2004 kontinuierlich unterschritten, kritisiert die Grünen-Fraktion in der Begründung des Antrags. Im Jahr 2012 habe der Anteil von Mehrwegflaschen nur noch 47 Prozent betragen. Es sei aus ökologischen Gründen jedoch nicht akzeptabel, die Zielmarke der Verpackungsverordnung weiter zu unterschreiten, ohne dass effektive Gegenmaßnahmen ergriffen werden, urteilen die Abgeordneten und fordern:

  • 1. die Weiterentwicklung des Einwegpfandes zu einer ökologischen Lenkungsabgabe auf Einwegverpackungen;
  • 2. die Ausweitung der Pfandpflicht auf die Getränkesegmente Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Gemüsesäfte und Gemüsenektare;
  • 3. die Festlegung einer klaren Unterscheidung von „Einweg-“ und „Mehrweg“ auf der Getränkeverpackung selber. Kundinnen und Kunden müssen auf einen Blick erkennen können, ob es sich um eine umweltfreundliche oder eine ökologisch nachteilige Verpackung handelt;
  • 4. die Durchführung einer öffentlichen Informationskampagne für das Mehrwegsystem.

Quelle: Deutscher Bundestag