Abfallwirtschaft: Osteuropa kommt mit kleinen Schritten voran

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Abfalltonnen (Foto: © Rolf van Melis / http://www.pixelio.de)

Hameln — Die osteuropäische Abfallwirtschaft bewegt sich mit kleinen Schritten auf die Richtlinien der Europäischen Union zu. Kroatien will ab jetzt die getrennte Sammlung von Wertstoffen verpflichtend einführen, die Slowakei führt ein umfangreiches Abfallgesetz ein, und die Tschechische Republik verabschiedete einen 10 Jahres-Plan zur Abfallwirtschaft.

Seit dem ersten Januar ist Kroatien verpflichtet, durch die verantwortlichen Behörden die getrennte Sammlung von Abfällen zu gewährleisten. Darunter fallen Altpapier, Altmetalle, Kunststoffe, Altglas, elektr(on)ische Abfälle, gebrauchte Batterien, Altfahrzeuge, Altöl, gebrauchte Kleidung und Schuhe sowie medizinische Abfälle. Die lokalen Verwaltungen sind dazu verpflichtet, mindestens einen Recyclinghof oder eine mobile Einrichtung in ihrem Bereich zu betreiben, eine adäquate Anzahl von Abfallcontainern vorzuhalten und die Bevölkerung über Standort und Wechsel der Sammelstellen zu informieren, teilt das kroatische Ministerium für Umwelt- und Naturschutz mit.

Die Regierung der Slowakei hat Ende Dezember eine neues Abfallgesetz genehmigt, das die slowakische Abfallwirtschaft auf Kurs zu Richtlinien und Normen der Europäischen Union bringen soll. Das Gesetz soll die Produzenten-Verantwortlichkeit einführen, eine neue Überwachung und Zertifizierung beim Handel von Metallen begründen und zu einer Verminderung der offiziell 2.500, inoffiziell aber an die 7.000 ungeregelten Deponien führen. Falls das Gesetz vom Parlament genehmigt wird, soll es am 1. Januar 2016 in Kraft treten, teilt das slowakische Umweltministerium mit.

Vor wenigen Tagen gab Umweltminister Richard Brabec bekannt, dass die tschechische Regierung einen 10 Jahres-Plan zur Abfallwirtschaft genehmigt hat. Der Plan konzentriert sich auf die Abfallbehandlung mit Schwerpunkten auf der Verminderung von Deponien und der Zunahme von Recycling und Material-Wiederverwertung. Nach Aussage von Richard Brabec soll die Umsetzung der Vorhaben durch Gelder aus einem EU-Fonds unterstützt werden, teilt das Ministerium für Umweltschtz der Volksrepublik China mit.

Quelle: Recyclingportal